Schadet Marathonlaufen dem Knie?


Mit dem MRT geprüft
Schadet Marathonlaufen dem Knie?
Izf/Shutterstock.com

Für die Fitness mag Marathonlaufen förderlich sein. Doch was sagen die Gelenke zum Dauerlauf auf hartem Asphalt? Britische Orthopäden haben es untersucht – mit interessanten Ergebnissen.

Mit Meniskusriss an den Start

Um der Frage der Kniebelastung durch Marathonlaufen nachzugehen, nutzten die Ärzte den Londoner Stadtmarathon. Vor dem monatelangen Training und kurz nach dem Wettbewerb untersuchten sie die Kniegelenke von 70 Teilnehmern sowohl klinisch als auch mit Hilfe der Magnetresonanztomografie (MRT).

Vor dem Training waren die Kniegelenke laut Selbsteinschätzung der Teilnehmer gesund und machten den Probanden keine Beschwerden. Auch bei der klinischen Untersuchung fanden die Ärzte keine Auffälligkeiten. Trotzdem zeigten sich im MRT bei jedem Dritten Meniskusrisse, darunter sogar Korbhenkelrupturen, bei denen viele Orthopäden eher eine Operation als einen Marathonlauf empfehlen. Auch Knochenödeme, die als Hinweis auf eine Überlastung gelten, entdeckten die Ärzte in 58 Knien. Die Läufer störten sich nicht an den MRT-Befunden. Sie trainierten weiter, gingen schließlich beim Stadtmarathon an den Start und hielten alle gut durch.

Neue Schäden am Kniegelenk

Nach dem Marathon baten die Orthopäden die Läufer erneut zum MRT. Dabei zeigte sich in den Aufnahmen, dass sich die Meniskusrisse und Korbhenkelfrakturen nicht verschlechtert hatten – trotz langanhaltendem Lauftraining und Marathonlauf. Allerdings wurden in 59 Kniegelenken neue Schäden entdeckt, vor allem am Kniescheibengelenk. Auch an Sehnenansätzen und Seitenbändern war es zu neuen Läsionen gekommen.

Knochen gefestigt

Eine Überraschung boten die Ergebnisse im Knochengewebe: Zwar waren in der Kniescheibe neue Ödeme als Zeichen der Überlastung entstanden. Zurückgegangen war die Anzahl der Knochenödeme jedoch in den beim Laufen aber am stärksten belasteten Knochenbezirken, also in den gelenknahen Bereichen an der Innenseite von Ober- und Unterschenkelknochen.

Marathonlaufen strapaziert also das Gelenk – festigt dafür aber die Knochen. Die britischen Orthopäden ziehen noch einen weiteren Schluss aus ihrer Studie: Da es durch Lauftraining und Marathonlauf zu keiner Verschlechterung der vorhandenen Meniskusrisse kam, spreche dies dafür, beim Meniskusriss nicht gleich zu operieren, sondern es erst mit einer Physio- und Sporttherapie zu probieren.

Quelle: Ärzteblatt

Corona Schnelltest

Das Corona-Testzentrum befindet sich im Juri-Gagarin-Ring 31.

Jetzt Termin vereinbaren

News

5 Mythen um die Wechseljahre
5 Mythen um die Wechseljahre

Lästiges Auf und Ab

Wenn der Östrogenspiegel sinkt, kann man nicht schwanger werden? Eine Hormontherapie macht Krebs? Und mit der Pille lässt sich die Menopause verschieben? Diese und weitere Annahmen zu den Wechseljahren halten sich beharrlich. Was stimmt davon?   mehr

Wie oft duschen mit Neurodermitis?
Wie oft duschen mit Neurodermitis?

Täglich oder wöchentlich

Die Haut von Menschen mit Neurodermitis reagiert auf viele Reize. Ob auch tägliches Duschen dazu gehört, haben britische Forschende untersucht.   mehr

Mehr Fett durch Rauchen?
Eine rothaarige Frau schaut auf ihre Zigarette.

Zunahme von Bauchfett befürchtet

Rauchende haben den Ruf, eher schlank zu sein. Das stimmt auch – dennoch führt Rauchen möglicherweise zu mehr innerem Bauchfett.   mehr

Besser morgens unters Messer
Besser morgens unters Messer

Einfluss auf das Überleben

Wer sich seinen OP-Termin aussuchen kann, sollte ihn am Vormittag wählen. Denn bei Eingriffen vor 13:00 Uhr sind die Chancen für das Überleben offenbar besser als bei nachmittäglichen Operationen.   mehr

Im neuen Jahr mit dem Rauchen aufhören
Im neuen Jahr mit dem Rauchen aufhören

So gelingt der Neujahrsvorsatz

„Mit dem Rauchen aufhören“ ist neben „mehr Sport treiben“ und „gesünder ernähren“ einer der häufigsten Neujahrsvorsätze. Doch nicht jeder schafft den Verzicht. Mit den folgenden Tipps gelingt der Nikotinverzicht.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Ring-Apotheke
Inhaberin Anne Krohmann
Telefon 0395/7 78 21 59
Fax 0395/7 78 21 31
E-Mail mail@ring-apotheke-nb.de