Leber-Hirn-Störung


Kranke Leber trübt den Verstand
Leber-Hirn-Störung

Unsere Leber hat einiges zu tun: fettes Essen und Übergewicht, Alkohol, Medikamente, Viruskrankheiten und Umweltgifte machen ihr zu schaffen. Das alles beansprucht das wichtigste Entgiftungsorgan unseres Körpers. Wird es der Leber zu viel, drohen dauerhafte Leberschäden. Eine ernstzunehmende, doch wenig beachtete Folge schwerer Lebererkrankungen ist die Leber-Hirn-Störung (LHS). Darauf macht die Initiative „Lichtblicke“ aufmerksam.

Schleichende Vergiftung

Die Leber leidet lange still. So kommt es, dass viele Menschen von ihrer Lebererkrankung erst erfahren, wenn diese bereits fortgeschritten ist und sich Folgeerkrankungen zeigen. Das Endstadium einer chronischen Lebererkrankung ist die Leberzirrhose. Dabei wird das Lebergewebe zu Bindegewebe umgebaut. Die Leber verhärtet und die Oberfläche ist mit Knoten, Narben und Höckern übersät. In der Folge werden schädliche Stoffe wie Ammoniak in der Leber nicht mehr ausreichend abgebaut und lagern sich im Körper an. Der Körper vergiftet. Bleibt die Leberzirrhose unbehandelt, drohen Folgeerkrankungen wie Blutungen der Speiseröhre oder ein Wasserbauch (Aszites).

In den Industrienationen gehen 60 Prozent der Leberzirrhosen auf übermäßigen Alkoholkonsum zurück, weitere 30 Prozent auf eine Leberentzündung. Seltenere Ursachen sind zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen, Leberschäden durch Medikamente oder Tropenkrankheiten. Um die Leberschädigung aufzuhalten, muss die Grunderkrankung behandelt werden. In schweren Fällen hilft nur eine Lebertransplantation.

Folgen fürs Gehirn

Eine mögliche Folge schwerer Lebererkrankungen ist die Leber-Hirn-Störung (LHS). Diese entsteht, wenn sich Ammoniak im Gehirn ablagert und die Gehirnleistung verschlechtert. Anfangs fühlen sich Betroffene unkonzentriert, vergesslich und müde. Dann treten phasenweise Beschwerden hinzu, von krakeliger Schrift und unsicherem Gehen über Inkontinenz bis hin zum Koma. Mit Medikamenten können Menschen mit einer LHS wieder geistig am Leben teilhaben. Alles Wissenswerte rund um die LHS fasst eine kostenlose Broschüre der Initiative „Lichtblicke“ zusammen, die unter 0800/9090 256 bestellt werden kann.

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Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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