Verzerrtes Sehen – wie kommt das?


Ursachen und Therapien
Verzerrtes Sehen – wie kommt das?

Wenn die Fugen der Fliesen im Bad plötzlich krumm erscheinen oder der Fensterrahmen eine Beule zu haben scheint, dann ist das ein Alarmsignal. Welche Ursachen verzerrtes Sehen haben kann.

Verzerrte Linien im Zentrum des Gesichtsfeldes sind äußerst störend: Es fällt schwer, zu lesen oder Gesichter zu erkennen. Verantwortlich für den verzerrten Blick, in der Fachsprache Metamorphopsien genannt, sind krankhafte Veränderungen in der Mitte der Netzhaut. Hier liegt die Stelle des schärfsten Sehens, die sogenannte Makula. Betroffene sollten unverzüglich einen Augenarzt aufsuchen, um die Ursache zu klären. Das Symptom „verzerrtes Sehen“ kann beispielsweise auftreten, wenn die natürliche Alterung des Glaskörpers im Auge nicht normal abläuft. Die häufigsten Ursachen sind jedoch die feuchte altersbedingte Makuladegeneration sowie das Makulaödem bei Diabetes mellitus. Für jeden Fall gibt es eine Behandlung.

Feuchte Altersbedingte Makuladegeneration

Bei einer feuchten altersbedingten Makuladegeneration (fAMD) wachsen unter der Netzhaut neue Blutgefäße. Ihre Gefäßwände sind sehr dünn und dadurch undicht. Aus ihnen tritt Flüssigkeit aus, so dass die Netzhaut von ihrer Unterlage abgehoben wird. Die Folge ist das verzerrte Sehen. Unbehandelt stirbt die Netzhaut in diesem Bereich ab, so dass in der Mitte des Gesichtsfelds ein blinder Fleck entsteht.

Rechtzeitig erkannt lässt sich die AMD erfolgreich behandeln. Dazu wird wiederholt ein Wirkstoff ins Auge gespritzt, der das Gefäßwachstum hemmt. Die Häufigkeit der Krankheit nimmt mit wachsendem Alter zu. Augenärzte empfehlen daher ab dem 60. Lebensjahr regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen. In Deutschland leiden schätzungsweise 250.000 bis 300.000 Menschen an einer feuchten AMD.

Makulaödem bei Diabetes mellitus

Auch ein Diabetes mellitus kann die Netzhaut des Auges schädigen und zu verzerrtem Sehen führen. Ein hoher Blutzuckerspiegel begünstigt Durchblutungsstörungen in der Netzhaut. Zudem dünnen die Wände der Netzhautgefäße aus und werden durchlässiger, so dass Flüssigkeit in das benachbarte Gewebe austritt. Im Bereich der Makula entsteht dann eine Schwellung, das Makulaödem. Um der Unterversorgung der Netzhaut entgegenzuwirken, setzt ein Reparaturmechanismus ein: Es werden neue Gefäße gebildet, die jedoch auch in den Glaskörper und später in andere Schichten des Auges einwachsen. Dies führt zu verzerrtem Sehen oder der Wahrnehmung kleiner dunkler Punkte im Blickfeld. Unbehandelt kann sich die Netzhaut ablösen und es droht Erblindung.

Auch das diabetische Makulaödem kann, rechtzeitig erkannt, durch die Gabe von Medikamenten behandelt werden. Diabetiker sollten mindestens einmal jährlich augenärztlich untersucht werden, um auf Schäden an der Netzhaut rechtzeitig zu erkennen. Eine gute Einstellung des Blutzuckerspiegels beugt Schäden der Netzhaut vor.

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Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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