Zöliakie und Glutenunverträglichkeit


Wenn Brot krank macht
Zöliakie und Glutenunverträglichkeit

Ein Leben ohne Brot und Nudeln – was für viele undenkbar wäre, ist für Menschen mit Zöliakie Pflicht. Eine Glutenunverträglichkeit zwingt sie dazu, auf die meisten Getreideprodukte zu verzichten. Diäten und Hygienevorschriften bestimmen ihren Alltag.

Eine Zutat ist zum Brotbacken unverzichtbar: Gluten. Ohne das Getreideeiweiß bildet sich kein Teig und statt einem Brotlaib kommt ein flacher Fladen aus dem Ofen. Nahezu zehn Prozent der Deutschen leiden unter einer Glutenunverträglichkeit, auch Zöliakie genannt. Sobald sie glutenhaltige Getreideprodukte zu sich nehmen, entzündet sich ihre Dünndarmschleimhaut. Die Folgen sind Nährstoffmangel, Gewichtsverlust, Müdigkeit und Blähungen. Auch besteht der Verdacht, dass Zöliakie Lymphdrüsen- und Darmkrebs fördert. Micaela Schmidt, Gesundheitsexpertin bei der Barmer GEK warnt: „Eine frühe Diagnose ist gerade bei Babys und Kleinkindern sehr wichtig, da die Erkrankung unter anderem zu einer Mangelernährung und Kleinwuchs führen kann.“

Bei Glutenunverträglichkeit gelten strenge Diätvorschriften

Bei Zöliakie sind sämtliche Backwaren aus Weizen, Hafer, Roggen, Dinkel und Gerste tabu. „Anstelle von Weizenmehl können Betroffene Kastanienmehl oder Johannisbrotmehl beziehungsweise Karobpulver nehmen. Nüsse, Buchweizen, Soja, Mais, Hirse, Quinoa und Maniok werden ebenfalls gut vertragen“, erklärt Schmidt. Selbstverständlich dürfen Personen mit Zöliakie auch Salat, Gemüse, Obst, Kartoffeln, Reis, Milchprodukte, Fisch und Fleisch zu sich nehmen. Bei Fertigprodukten ist ein Blick auf die Zutatenliste unerlässlich: Paniermehl, Chips, Senf, Ketchup, Müsli, Eis, Fertigsoßen und Brotaufstriche enthalten häufig Gluten.

Eine Zöliakie verlangt nach gewissenhafter Küchenhygiene

Für Menschen mit Zöliakie sind bereits geringe Mengen an Gluten schädlich. Das stellt besondere Anforderung an die Küchenhygiene. Betroffene Familienmitglieder benötigen eigene, farblich gekennzeichnete Vorratsgefäße und Küchengeräte, so die Gesundheitsexpertin. Besonders wichtig sind getrennte Toaster und Schneidebretter. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bereitet glutenfreie Malzeiten zuerst zu und reinigt das Geschirr in der Spülmaschine.

Corona Schnelltest

Das Corona-Testzentrum befindet sich im Juri-Gagarin-Ring 31.

Jetzt Termin vereinbaren

News

Salz: Verzichten oder ersetzen?
Salz: Verzichten oder ersetzen?

Für Herz und Gefäße

Salzverzicht gehört zu den Basismaßnahmen bei der Behandlung von Bluthochdruck. In manchen Fällen reicht das nicht – dann ist der Salzersatz besser.   mehr

Kurz vorm Ziel am gefährlichsten
Kurz vorm Ziel am gefährlichsten

Herzgefahr beim Marathon

Langstreckenläufe muten dem Herz-Kreislauf-System einiges zu. In seltenen Fällen kann es sogar zu einem Herzstillstand kommen. Männer trifft es dabei bevorzugt – womöglich aufgrund typisch männlicher Persönlichkeitsmerkmale.   mehr

Migräne erhöht Glaukomrisiko

Junge rothaarige Frau bekommt den Augeninnendruck gemessen.

Augen kontrollieren lassen!

Menschen mit Migräne sollten regelmäßig ihre Augen kontrollieren lassen. Denn die Erkrankung macht nicht nur Kopfschmerzen, sie erhöht auch das Risiko für ein Glaukom, d.h. einen grünen Star.   mehr

Kortison in der Selbstmedikation
Person gibt Kortisonsalbe aus einer Tube auf den Finger.

Keine Angst vor Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Kortison fürchten viele Anwender*innen Nebenwirkungen. Ob die Sorge bei der Selbstmedikation berechtigt ist, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.   mehr

Adipositas: Risiko für Hautkrankheiten
Adipositas: Risiko für Hautkrankheiten

Schuppenflechte & Akne inversa

Ein Viertel aller Deutschen hat starkes Übergewicht (Adipositas). Das erhöht nicht nur das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen und Diabetes, sondern belastet scheinbar auch die Haut.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Ring-Apotheke
Inhaberin Anne Krohmann
Telefon 0395/7 78 21 59
Fax 0395/7 78 21 31
E-Mail mail@ring-apotheke-nb.de