Kein Wasser nach dem Kirschenessen?


Was dran ist am Kindheitsmythos
Kein Wasser nach dem Kirschenessen?
Westend61/imago-images.de

Viele Erwachsene haben sie beim Kirschenessen noch immer im Kopf: die Warnung von Eltern und Großeltern, nur kein Wasser zu den roten Früchten zu trinken. Die drohenden Konsequenzen – so der Mythos – reichen dann vom schmerzenden bis zum geplatzten Bauch. Doch was sagt die Wissenschaft dazu?

Gutgemeinte Gesundheitstipps

Viereckige Augen vom Fernsehschauen, Kurzsichtigkeit durchs Lesen bei schlechtem Licht – die meisten Erwachsenen erinnern sich ein Leben lang an die gutgemeinten Gesundheitstipps von Eltern und Großeltern. Ganz oben auf der Liste rangiert auch das Kirschenessen bei gleichzeitigem Wassertrinken. Um es vorwegzunehmen: Wissenschaftler*innen haben sich dem Thema bisher noch nicht angenommen. Auch seriöse Fallberichte zu Bauchschmerzen nach gleichzeitigem Wasser- und Kirschkonsum finden sich keine.

Hefen und Bakterien auf der Fruchtoberfläche

Eine mögliche, wenn auch nicht besonders plausible Erklärung lautet: Das früher nicht immer ganz hygienische Trinkwasser könnte zusammen mit den Bakterien und Hefen auf der Kirschoberfläche und dem Zucker der Frucht einstmals zu Gärungsprozessen im Magen-Darm-Trakt geführt haben. Hinzu kommt, dass Wasser die Magensäure verdünnt. Diese wiederum schützt dann weniger gut als sonst vor Bakterien und Hefen. Wahrscheinlicher klingt da eine zweite Theorie: Kirschen enthalten (ähnlich wie andere Steinobstsorten) viel Sorbit. Dabei handelt es sich um einen Zuckeraustauschstoff, der nur in kleinen Mengen gut verdaulich ist. Werden große Portionen Kirschen verspeist, übersteigt das die Kapazitäten des Verdauungstrakts und es kommt zu Blähungen und Bauchschmerzen. Das bedeutet aber auch, dass die Bauchschmerzen in jedem Fall entstehen – auch wenn gar kein Wasser dazu getrunken wird.

Maßhalten beim Kirschennaschen

Nicht zuletzt gibt es auch einige Personen, die unter einer Fruktose-Unverträglichkeit leiden. Da Kirschen (wie vieles andere Obst auch) viel Fruchtzucker enthalten, verursachen sie bei Betroffenen starke Blähungen und Bauchschmerzen. Wasser ist für diesen Effekt gar nicht nötig. Das Fazit: Auch mit Wasser ist prinzipiell gut Kirschen essen. Wer Bauchschmerzen vermeiden will, sollte sich lieber bei der verzehrten Menge zügeln, als auf das Glas Wasser danach zu verzichten.

Quelle: www.medizin-transparent.at 

Corona Schnelltest

Das Corona-Testzentrum befindet sich im Juri-Gagarin-Ring 31.

Jetzt Termin vereinbaren

News

Schwangere sollten Jod einnehmen
Schwangere Frau bei der TAbeltteneinnahme. Jod ist einer der Mineralstoffe, die in der Schwangerschaft unbedingt ausreichend zu Verfügung stehen sollten.

Schon vor der Empfängnis starten

Schwangere brauchen vermehrt Jod – und das am besten schon vor der Empfängnis. Jodreiche Ernährung reicht für die Versorgung meist nicht aus. Expert*innen empfehlen deshalb, das Spurenelement in Form von Tabletten einzunehmen.   mehr

Zu müde für Sport?
Zu müde für Sport?

Aktiver mit Kaffee und Tee

Eine Tasse Tee oder Kaffee pro Tag verhilft Frauen zu einem aktiveren Lebensstil mit mehr sportlicher Bewegung. Australische Forscher führen dies auf den anregenden Effekt des Koffeins zurück.   mehr

Haferkur gegen hohes Cholesterin
Haferkur gegen hohes Cholesterin

Messbarer Effekt

Haferkuren wurden schon in früheren Zeiten bei Diabetes empfohlen. Nun hat eine Studie untersucht, ob eine 2-tägige Haferdiät auch den Cholesterinspiegel senken kann.   mehr

Medikament verzögert Typ-1-Diabetes
Medikament verzögert Typ-1-Diabetes

Vor allem Kinder profitieren

Ein Typ-1-Diabetes muss immer mit Insulin behandelt werden. Es sei denn, man erkennt ihn schon im Frühstadium: Dann kann man mit einem neuen Antikörper die Entwicklung der Erkrankung um etwa 2 Jahre aufhalten – und damit auch erst einmal das Insulinspritzen.   mehr

Was kann der Reishi-Pilz?
Was kann der Reishi-Pilz?

Vom Baum in die Kapsel

Immer wieder geistern neue Ernährungstrends durch das Internet. Momentan ist der Reishi-Pilz in aller Munde. Als Pulver oder Extrakt soll er z. B. den Blutzucker bei Diabetes senken und Krebs bekämpfen. Stimmt das?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Ring-Apotheke
Inhaberin Anne Krohmann
Telefon 0395/7 78 21 59
Fax 0395/7 78 21 31
E-Mail mail@ring-apotheke-nb.de