Solarium erhöht Hautkrebsrisiko


Gefährliches „Vorbräunen“
Solarium erhöht Hautkrebsrisiko
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Viele nutzen das Solarium, um mit vorgebräunter Haut in den Urlaub zu starten. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Künstliche UV-Strahlung kann das Risiko für schwarzen Hautkrebs deutlich steigern.

Hautkrebsrisiko auf das Dreifache erhöht

Dass Solarien der Haut schaden können, ist seit Jahren bekannt. Eine aktuelle Untersuchung liefert nun neue Hinweise darauf, warum künstliche UV-Strahlung so problematisch ist. Demnach erhöht die Nutzung von Solarien das Risiko, an einem malignen Melanom – dem schwarzen Hautkrebs – zu erkranken, auf fast das Dreifache.

Für die Studie wurden die Daten von knapp 6.000 Patient*innen ausgewertet. Rund die Hälfte hatte nach eigenen Angaben schon Solarien genutzt, die übrigen nie. Das Ergebnis fiel deutlich aus: In der Gruppe der Sonnenbanknutzer*innen traten Melanome wesentlich häufiger auf. Selbst nachdem bekannte Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Sonnenbrände oder eine familiäre Vorbelastung berücksichtigt wurden, blieb der Zusammenhang bestehen.

Bedeckte Körperstellen gefährdet

Besonders interessant waren die Ergebnisse aus den Laboruntersuchungen. Die Forschenden analysierten Hautproben und stellten fest, dass sich in den pigmentbildenden Zellen von Solariumbesucher*innen deutlich mehr genetische Veränderungen angesammelt hatten als bei den Vergleichspersonen. Damit gerät auch ein weit verbreitetes Argument ins Wanken: Viele Menschen glauben, das Bräunen im Solarium vor dem Sommerurlaub bereite die Haut auf die Sonne vor. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es dafür jedoch keinen überzeugenden Beleg. Im Gegenteil: Jede zusätzliche UV-Dosis kann weitere Schäden im Erbgut der Hautzellen verursachen.

Auffällig war außerdem, dass diese genetischen Veränderungen auch an Körperstellen nachweisbar waren, die im Alltag meist von Kleidung bedeckt sind. Dort entstehen unter natürlicher Sonneneinstrahlung normalerweise deutlich weniger UV-Schäden.

UVB-Anteil insgesamt so hoch wie in der Sonne

Oft wird behauptet, Solarien seien schonender als die Sonne, weil ihre Strahlung weniger UVB enthält. Das ist jedoch irreführend. Zwar ist der UVB-Anteil geringer – die insgesamt abgegebene Strahlungsmenge ist jedoch so hoch, dass die Haut ähnlich viel UVB abbekommt wie in der Sonne. Hinzu kommt eine UVA-Belastung, die je nach Gerät zehn- bis 15-mal höher ausfallen kann.

Die Weltgesundheitsorganisation stuft Solarien seit Langem als krebserregend ein. Die neuen Studiendaten liefern nun weitere Hinweise darauf, weshalb auf künstliche Bräune besser verzichtet werden sollte – der Haut zuliebe.

Quelle: SpringerMedizin

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